Bee or no bee?

Bee or no bee

Da ich mich in den nächsten Wochen im Urlaub befinde stelle ich lediglich die Zusammenfassung von unserem Imkerpapa Toni online.

Liebe Probeimkerinnen und -imker,

nachdem wir nun den Höhepunkt der Entwicklung der Völker erreicht haben (Sommersonnenwende am 21.06) geht es auch schon auf die Zielgerade unserer Probeimkeraktion im 1. Jahr. Es gilt beim nächsten Treffen in 14 Tagen folgende Fragen zu klären:

1) mache ich weiter?

2) mit welchem Beutenmaß?

3) übernehme ich die Beute, in der sich momentan mein Volk befindet?

Um diese Fragen beantworten zu können, haben wir uns zunächst den Platzbedarf für ein starkes Volk vor Augen geführt. Dazu folgende Berechnung:

Eine starke Königin legt pro Tag 2000 Eier. Diese brauchen 21 Tage bis die jungen Bienen schlüpfen. Damit benötigen wir 42 000 Zellen.

Eine Wabenseite enthält 2700 Zellen, also 5400 auf der ganzen Wabe.

42000 Zellen geteilt durch 5400 Zellen pro Wabe ergibt 7,77 Waben – gerundet 8 Waben.

Da die Brutwaben i.d.R. oben einen Honigkranz enthalten, in denen keine Eier gelegt werden, rechnen wir mit 1/4 bei vier Waben 1 zusätzliche Wabe als Bedarf.

Dazu 1 Drohnenwabe, bei den starken Völkern 4 Randwaben mit Honig ergibt in Summe 14 Waben, sodass die Pollenwaben mit 6 an der Zahl genau den Bedarf von unseren zwei Bruträumen mit 20 Waben ergeben. Die Völkerdurchsicht bei den momentan stärksten Völkern von Wolfgang und Franzi hat diese Berechnung bestätigt.

Die Frage ist nun, wie dieser Brutraum aufgeteilt wird. So wie bei uns, mit dem Zandermaß auf zwei Beuten oder wie bei Zadant / Dadant auf eine Beute oder wie beim 2/3-Maß auf drei Beuten? Den Bienen ist es letztlich egal. Hier entscheidet der Imker, wie der Umgang bei der Völkerdurchsicht für ihn am besten ist. In der folgenden Datei findet ihr eine Gegenüberstellung der drei Beutenmaße.

Die Überraschung folgte dann nach diesem theoretischen Exkurs. Schon der rege Flugbetrieb vor den Völkern lies uns erahnen, dass es Honig gibt. Die Flugrichtung ging in den Wald. Beim Öffnen der Honigräume war sofort zu erkennen, dass eine Menge Honig seit dem Abschleudern eingetragen wurde. Bei den stärksten Völkern war der Honigraum praktisch zu 2/3 voll. Damit war bei der Druchsicht das Ziel, volle Honigwaben auf alle Völker gleichmäßig zu verteilen, damit sie noch ganz gefüllt und verdeckelt werden und die starken Völker im Brutraum wieder leere Waben zum Legen vorfinden. Bei der Frage, woher der Honig kommt, gehen die Spekualtionen in Richtung Lachnidenhonig. Außerdem gibt es große Flächen Weisklee in den umliegenden Wiesen und in ein paar Tagen dürften die Linden anfangen zu blühen. Wie sich der starke Regen von gestern Abend auswirkt wird sich zeigen. u.U. sind die Lachniden als Honigtauerzeuger abgewaschen worden…

Ein Varroa-Schnelltest bei Wolfgangs Volk erbrachte keinen Milbenabfall. Dies ist zwar keine 100%-ige Diagnose, aber es zeigt, dass der Milbendruck noch nicht sehr hoch sein kann.

Die Königin in Frederics Volk ist nun voll ins Brutgeschäft eingestiegen. Sie legt sehr schön, d.h. großflächig und lückenlos. Damit ist die Entwicklung für den Herbst gesichert. Wir müssen sie jetzt nur noch finden und zeichnen.

Bei Manuelas Volk ist keinerlei Brut mehr vorhanden. Damit ist sicher, dass die geschlüpfte Königin nicht begattet wurde und aber auch noch keine Arbeiterin angefangen hat, unbefruchtete Eier zu legen. Damit können wir die Königin aus dem Ableger, der noch neben den Völkern steht, einweiseln. Doch zu unser aller Überraschung war die Königin, die wir vor 14 Tagen gezeichnet hatten, nicht mehr vorhanden. Dafür aber auf zwei Waben schönen großen Weiselzellen. Eine Wabe mit diesen Zellen hängten wir in den zweiten bienenleeren Brutraum (getrennt durch Zeitungspapier mit Löchern)  bei Manuela und die andere Wabe mit den Zellen ließen wir im Ableger. Damit können die Flugbienen im Ableger weiter fliegen und noch eine Königin nachziehen.

Die weiteren Planungen sehen nun so aus:

– nächsten Samstag Besuch bei drei Imkern mit unterschiedlichen Beutenmaßen – dazu läuft die Anfrage und ich melde mich sobald ich alle Zusagen habe.

– in 14 Tagen dürfte dann der nächste Schleudertermin anstehen. Doch dazu sind auch noch weitere Klärungen erforderlich.

Eine schöne Woche……

Gruß Toni